On the filaments, there where the plateau rises

Juliana Herrero

Im sehsaal ist derzeit eine Arbeit der aus Argentinien stammenden, in Österreich lebenden Künstlerin Juliana Herrero zu sehen. Bei “on the filaments, there where the plateau rises” handelt es sich um eine klang-kinetische Installation (deren technische Umsetzung und Programmierung von Arno Aumayr realisiert wurde): ein Netz aus Dreiecken verschiedener Größen bewegt sich über ein Zugsystem auf und nieder, wobei es, in seiner unbewegten Basis, an ein 3D-Modell einer Bergkette oder Karte erinnert. An verschiedenen Stellen sind kleine Lautsprecher montiert, über die ortsbasierte Daten wie Koordinaten durchgegeben werden. Ein sich bewegendes Gebirge, eine imaginäre Kartographie – sich verändernde Dinge, die normalerweise statisch sind, oder sich nur so langsam weiterformen, dass man es mit bloßem Auge nicht bemerken kann. Der Text von Daniela Hahn zur Eröffnung verweist unter anderem auch auf Borges, dessen Werk betreffend ich jetzt nicht so firm bin, ich aber schon eine Erinnerung an sich verschachtelnde Räume habe – eine schöne Analogie. Ebenfalls zur Eröffnung gab es mit “Performative dialogues #1” von Yoh Morishita und Julia Müllner eine Performance, die in ihren Dialog sowohl “on the filaments, there where the plateau rises” als auch das Publikum und den Raum des sehsaals aufgenommen und in Verbindung gesetzt haben. Ein zweiter Dialog (“ Performative dialogues #2”) wird am 4. Dezember um 19h30 in der Ausstellung stattfinden.

 

 

 

Julia Maurer

 

 

 

Informationen zum Veranstaltung:

sehsaal - Verein zur Förderung experimenteller Raumkunst

Zentagasse 38

1050 Wien

 

 

 

Webseite: 

www.sehsaal.at

 

 

 

 

Bildlegenden:

Header, 1: Juliana Herrero, “on the filaments, there where the plateau rises”, sehsaal, Wien, 2019

1: Performance Yoh Morishita, Julia Müllner, “performative dialogies #1”, sehsaal, Wien, 2019