Volkskundemuseum Wien

Diese Zeit bedeutet für uns alle – im besten Falle – Veränderungen und Einschnitte in unsere Alltagsleben. Was läge also näher, als sich ein bisschen eingehender mit einer Institution zu beschäftigen, die Formen von vergangenem und aktuellem Alltag gewissermaßen sammelt, dokumentiert und erforscht, wie das beim Volkskundemuseum der Fall ist? Das sich noch dazu für 2020 eine Auszeit zu Neu-Orientierung und -Ausrichtung verordnet hat - was eventuell auch einigen von uns in dieser nicht unbedingt ganz freiwilligen Pause gelingt? Und das schon bevor “Corona” richtig angekommen war, und wir begonnen haben, uns mit allerhand neuen Fragen auseinandersetzen zu müssen, mit #wirfragen ein Projekt gestartet hat, das justament Fragen sammelt, die uns im Jahr 2020 beschäftigen und umtreiben.

Geschlossen ist es derzeit also so oder so. (“Ohne Corona” wird es allerdings in der öffentlich zugänglichen Passage Mini-Präsentationen aus den Sammlungen geben.) Doch auch das Volkskundemuseum hat einen Online-Auftritt, mit beispielsweise einer eigenen Online-Ausstellung, nämlich den “Schulgesprächen”: In kurzen Videoausschnitten zeigen sie Interviews mit jungen MuslimInnen darüber, wie denn eigentlich ihr Alltag (gerade in Bezug auf Religion und Interkulturalität) aussieht, mit teils entwaffnend charmanten Aussagen. Eine Besonderheit stellt die Bereitstellung einer beachtlichen Menge großteils kostenlos zugänglicher Publikationen dar, wie - zum Beispiel - den Ausgaben der Zeitschrift des Museums. Auch verschiedene Teile der Sammlung sind online besuchbar, mitsamt ausführlichen Beschreibungen und Karten zur geographischen Verortung.

Einen echten Besuch macht das natürlich nicht wett. Aber Inspiration (und Trost?) kann man schon finden…

 

 

 

Julia Maurer

 

 

 

#wirfragen findet man über den Instagram-Account des volkskundemuseums instagram.com/volkskundemuseumwien

 

 

 

Webseite:

www.volkskundemuseum.at

 

 

 

 

Header, Photo: Haupteingang des Volkskundemuseum Wien, Gartenpalais Schönborn. Foto: Matthias Klos © Volkskundemuseum Wien