Vienna Contemporary


110 Galerien – 4 Tage, es ist wieder Messe. Obwohl der Begriff „Messe“ allein der Vienna Contemporary gar nicht mehr gerecht wird, gibt es doch ein stattliches Rahmenprogramm mit Vorträgen und Diskussionen, Themen- und Filmvorführungen, einen Familienpunkt, etc. etc. Möchte man den ausgestellten Werken gerecht werden, kann man also problemlos auch alle vier Tage dort verbringen; möchte man ein bisschen Ruhe, empfiehlt es sich, der Messe eher an einem der späteren Tage einen Besuch abzustatten.

Natürlich muss man sagen, dass es nicht in der Natur eines solchen Events liegt, Raum für Kontemplation zu bieten, soll es auch nicht. In erster Linie bringt es in großem Ausmaß Künstler, Galeristen und Sammler zusammen - es geht um Sehen und Gesehen werden (zumindest bei der Eröffnung), internationale Repräsentation, und natürlich auch um Kauf und Verkauf von Kunstwerken. Die Kunst selbst, wie es bei dieser Größenordnung und Vielfalt nicht anders sein kann, ist sehr gemischt. Es ist mehr oder weniger von allem (und für alle?) etwas dabei.

Eine große Veranstaltung, vielleicht auch ein bisschen anstrengend, aber wer sich in Wien für Kunst interessiert, sollte die Vienna Contemporary zumindest ein Mal besucht haben.



Julia Maurer


 

Informationen zum Veranstaltungsort:

Marx Halle
Karl Farkas Gasse 19
1030 Wien