Vienna Contemporary 2019

Was ist zu sagen, über die diesjährige Ausgabe der Vienna Contemporary? In erster Linie wohl, dass sie eher etwas über den Kunstmarkt erzählt, ihn wiederspiegelt, als über die Kunst selbst. Zum Glück. Und zumindest am Eröffnungstag.

Die Tickets sind etwas teurer, aber sonst bleibt vieles gleich: Wieder gibt es einen “von außen”, galerieübergreifend kuratierten Bereich, ZONE1, von Fiona Liewehr;  eine Schwerpunktausstellung, “NSK State in Time” von dem aus der Bewegung der “Neuen Slowenischen Kunst” stammenden Kurator Tevž Logar, die sich mit der Vorstellung beschäftigt, einen Staat nicht auf einem Territorium basieren zu lassen, sondern in der Zeit. Wieder gibt es ein umfassendes Begleitprogramm mit Führungen und Diskussionen. Man kann also nicht unterstellen, dass man sich nicht bemühen würde. Trotzdem ist es nicht einfach, sich in der schieren Menge vor Ort auf die Kunst selbst konzentrieren zu können. Was aber wiederum etwas ist, das in der Natur einer Messe liegt, die natürlicherweise kein Museum oder Ort der Besinnung ist.

Interessant finde ich jedoch, dass die abschließende Diskussion am Sonntag den Titel “What’s Wrong With the Art World and How Can We Fix It?” trägt.

 

 

Julia Maurer

 

 

Informationen zum Veranstaltung:

 

viennacontemporary

International Art Fair

 

Marx Halle

Karl-Farkas-Gasse 19

1030 Wien

Webseite:

 

www.viennacontemporary.at

 

 

Photos vom Eröffnungstag, 26.9.2019