TAKEOVER

Street Art ist ja nicht unbedingt etwas, das in Wien erfunden worden ist. Nach wie vor wird sie etwas stiefkindlich behandelt, es wird aber mit Initiativen wie Calle Libre (callelibre.at, von 3. bis 10. August), und Ausstellungen wie TAKEOVER im Wien Museum (wo übrigens auch die Festival-Zentrale von Calle Libre sein wird) besser. Ganz klassisch in der Mitte der Institutionen ist sie nach wie vor jedoch nicht angekommen, was aber im Grunde genommen dem der Street Art inhärenten Freiheitsgeist sowieso zuwider laufen würde. Vielmehr wird Künstler- und SkateboarderInnen das „alte“ Haus am Karlsplatz überlassen, bis im Herbst die großen Umbauarbeiten beginnen.

Im Erdgeschoß befinden sich also eine Skateboard-Bahn und die Do It Yourself-Area, in der alle, die wollen, sich in regelmäßig stattfindenden Workshops einmal versuchen können. Im ersten Stock – der Hall of Fame – sind Arbeiten von über 30 Graffiti- und Street Art-KünstlerInnen, die das Bild der Stadt in den letzten 25 Jahren mit geprägt haben, versammelt - von dekorativ/ verspielt über kritisch/ subversiv bis feministisch ist alles dabei, und so mancher Stil wird einem durchaus bekannt vorkommen. Eine (sehr) kleine Foto-Dokumentation über Graffiti in Wien gibt es auch, aber schließlich sind wir noch immer in einem Museum.

Der Eintritt ist übrigens frei!

 

Julia Mauer

 

 

Informationen zum Veranstaltungsort:

Wien Museum

Karlsplatz 8

1040 Wien

 

Do-So, feiertags 14-22h

 

Webseite:

www.wienmuseum.at

 

Bildlegende:

Header, 1, 8: Ausstellungsansicht TAKEOVER, Wien Museum Karlsplatz, 2019

2: Skate Area. TAKEOVER, Wien Museum Karlsplatz, 2019

3: Ausschnitt der Installation von Christian Fischer, Keno Meiners, Jan Schiefermair, Maximilian Schneller, „Freizeit, Baustelle“

4: Ausschnitt der Installation von Philipp Carl Schuster, „A Skateboarder´s Romance“

5: Do It Yourself-Area, TAKEOVER, Wien Museum Karlsplatz, 2019

6: Arbeit von RUIN

7: Arbeit von MOIZ

9: Arbeit von FRIEND