What If Everything Was The Same? Exchange of Vacuums

Sophie Reinhold


Zum Jahresabschluss noch einmal richtig gute Malerei: Sophie Reinhold stellt bei Sophie Tappeiner aus.
Beim Betrachten von Kunst frage ich mich immer, ob sie, hätte ich sie bei mir zu Hause, etwas „mit mir machen“ würde. Durch den Alltag helfen, inspirieren, auf gute Art beeinflussen. Das ist das, was ich mir von Kunst wünsche. Bei Sophie Reinholds Bildern ist das für mich der Fall, denn die Bilder öffnen Räume für Überlegungen. Sie haben zwar ihre konkreten Titel, sind aber viel mehr als nur eine einzige Sinnschichte; es gibt keinen Zeigefinger, sozusagen, der auf eine Erklärung trommelt.

Manche der ausgestellten Bilder nehmen Referenzen auf antike Mythen, manche beinhalten teils realistisch gemalte teils graphische Elemente, die im Gestus ein bisschen an die Zeichnungen von Jean Cocteau erinnern. Andere sind komplett konkret. Alle haben sie jedoch glatte, glänzende Oberflächen, die, wenn man sich das so vorstellen will, in dem großen Graphitbild gipfelen, das wie ein blinder Spiegel wirkt.
Die angenehm zurückhaltende Farbigkeit nimmt den Bildern nicht an Kraft, sondern fungiert als sinnstiftendes Element und trägt zur ihrer besonderen, offenen Atmosphäre bei.
Malerei, die Dinge ausdrückt, die auf andere Art nicht formulierbar sind.


Julia Maurer






Informationen zum Veranstaltungsort:

Galerie Sophie Tappeiner
An der Hülben 3
1010 Wien






Bildlegende:

Header: Ausschnitt aus „Vanilla Cactus“, 50 x 50cm, Öl auf Leinwand, 2017
1: Ansicht
2: Untitled, 200 x 300cm, Graphit auf Leinwand, 2017
3: „Have you ever been mellow?“, 36 x 42cm, Öl auf Leinwand, 2017
4: „Leda and the Swan“, 170 x 180cm, Öl auf Leinwand, 2017