Open End

Roman Ondák

 

Bereits zum vierten Mal zeigt die Galerie Martin Janda eine Einzelausstellung des slowakischen Künstlers Roman Ondák.

Ursprünglich aus der Konzeptkunst kommend, hat sich Ondáks Fokus mittlerweile auf die Skulptur verschoben, bzw. bezeichnet er selbst seine „Dinge“ als Reflexionen über Skulptur, was ihnen und ihrer Offenheit und Ironie auch gerechter wird.

In seinen Werken verwendet er oft ganz bescheidene und manchmal unbearbeitet wirkende Alltagselemente und -gegenstände, wie in „Open End“ zum Beispiel die Kellen von Schöpflöffeln, integriert sie in verfremdende oder leicht verschiebende Situationen, und öffnet so einen Raum für neue Gedanken und Interpretationen. Vladimira Büngerovás Text zur Ausstellung vergleicht Ondáks Kunst mit einem immer wieder zur Basis zurückkehrenden Satelliten, in einem Schwebezustand zwischen Realität und Utopie. Ich finde diesen Vergleich sehr treffend und schön. Für mich hat sich auch eine Assoziation zu Jan Švankmajers Filmen ergeben, wohl durch die Verwendung und Entfremdung ganz alltäglicher Dinge, freundlich, und doch auf eine Art beunruhigend, im Grunde genommen zeitlos. Und so wirkt auch Roman Ondáks Kunst – ein bisschen wie aus der Zeit gefallen, aber sehr aktuell.

 

Julia Maurer

 

 

 

 

 

Informationen zum Veranstaltungsort:

 

Galerie Martin Janda
Eschenbachgasse 11
1010 Wien


 

www.martinjanda.at

 

 

 

 

 

 

Bildlegende:

Header: Detail von Roman Ondák, „Skyline“, 2019, medicine cabinet, broken glass laboratory measuring cylinders, 50 x 120 x 30cm, Galerie Martin Janda 2019

1, 5: Ausstellungsansichten Roman Ondák, „Open End“, Galerie Martin Janda, 2019

2: Roman Ondák, „Eclipse“, 2018, blackboard, bowls from ladles, 119,5 x 220 x 10cm

3: Roman Ondák, „Open End“, 2019, acylic paint on found pedestal, 60,5 x 27 x 27cm

4: Roman Ondák, „Bad News“, 2018, papier-mâché, revolving worktable, height: 114cm, ø 81,5cm

6, 7, 8: Roman Ondák, „Northeastsouthwest“, 2019, 4 bowls from ladles inserted into the wall,