Nilbar Güres: Heartache of a Stone


Nilbar Güres behandelt in ihren Werken Formen und Fragestellungen geschlechtlicher und kultureller Identität in einer verspielten und frischen Bildsprache.
Als Beispiel die Collagen-Serie „La Paz“: sie wirkt zart und ephemer, fast beiläufig. Die Inhalte jedoch könnte man teilweise durchaus als „hart“ bezeichnen wodurch sie  einen starken Kontrast dazu bilden. So gelingt es, auch in Klein- und Mittelformaten wild zu bleiben, ohne die Plattitüden, die bei der Darstellung und Andeutung oder Assoziierung von Nacktheit und Geschlechtsteilen naturgemäß drohen, zu bedienen.

Obwohl jedes Werk für sich stehen könnte, gibt es zu jedem einen realen Hintergrund vor dem es entstanden ist. Seien es Auseinandersetzung und Dialog mit indigenen Kulturen; die Identität der Frau und das weibliche Körperbild; sei es die Beschäftigung mit Religion; und auch alle zusammen, frei und verspielt assoziierend. So möchte man den schamhaften Kaktus aus der Installation „How I met your Mom“ eigentlich gerne streicheln.


Julia Maurer

 

Informationen zum Veranstaltungsort:

Galerie Martin Janda
Eschenbachgasse 11
1010 Wien

 

www.martinjanda.at/de/