all clear

Max Schaffer


Sehr atmosphärisch zeigt sich Max Schaffers Ausstellung „all clear“ in der Galerie von Gabriele Senn. Für seine raumumfassende Installation hat er die Wände der Galerie bis oben hin mit mittels tie-die Technik in bläulichem schwarz gebatikten Geschirrtüchern tapeziert.

Zwischendrin hängen manchmal wie Nistkästen aussehende Objekte (allerdings ohne Ein- oder Ausgänge), oder auch einmal ein kleiner, metallener Wildschweinkopf. So war dann meine erste Assoziation „Wald“, weil die tie-die Struktur der Küchenhangerl eben auch sehr stark an Baumstammquerschnitte erinnert.
Aber was machen Geschirrtücher im Wald?

Eben diese geben der Installation eine ganz andere Wendung: Sie symbolisieren hier die Biederkeit, rücken auch den Wildscheinkopf eher in die Richtung einer Jägerstammtischgesellschaft, und geben den verschlossenen Nistkästen einen recht ausweglosen Beigeschmack.
Vom „Unerträglichen der Heimatkultur“ spricht Marlies Wirths Text zur Ausstellung. Allerdings bringt die Batik - als ästhetisches Element der Gegenkultur - den Widerstand und die Auflehnung ins Spiel, die Verunsicherung der Idylle. Kann man das sagen: eine Ausstellung wie Drum`n`Bass?

 

Julia Maurer

 

 

 

Informationen zum Veranstaltungsort:

Gabriele Senn Galerie
Schleifmühlgasse 1A
1040 Wien

www.galeriesenn.at