Ikarus, Köpfe und andere Botschaften

Walter Herrmann

Diesmal in eigener Sache: Vergangene Woche hat in der KUOKA-Galerie in der Lerchenfelder Straße die neue Ausstellung begonnen: Walter Herrmann, „Ikarus, Köpfe und andere Botschaften“. Und – Was für eine Frage! - natürlich empfehle ich, hinzugehen und zu schauen!

Walter Herrmann muss zeichnen. Man kann es weder als Sucht noch als Gewohnheit bezeichnen, die Zeichnungen fließen gewissermaßen aus ihm heraus; ähnlich vielleicht zur écriture automatique der Surrealisten, bloß in einer gezeichneten Sprache. Gefragt nach den „Botschaften“ im Ausstellungstitel sagt er, dass es ihm beim Zeichnen auch darum geht, etwas – für sich selbst vor allem – zu formulieren, das nicht gestammelt sein soll. Einigen seiner Bilder liegen auch tatsächlich geschriebene Wörter und Begriffe zu Grunde, die er dann überarbeitet und überzeichnet.

Dass in seinen Werken sehr häufig Köpfe erscheinen, stört ihn nicht. Das geschieht ganz von alleine, und Köpfe sind als Kommandozentrale und Schnittstelle der Wahrnehmung ja auch wichtig und interessant. Schlussendlich geht es nicht so sehr darum, was gezeichnet wird, sondern um das wie.

 

Julia Maurer

 

 

Informationen zum Veranstaltungsort:

KUOKA Galerie
Lerchenfelder Straße 85-89
1070 Wien

www.kuoka.at

 

Bildlegende:

Photos: Julia Maurer, Walter Stach, Janina Stockfisch