Tambula malembe

Walter Swennen

Wenn man ein bisschen über Walter Swennen, dessen neueste Bilder derzeit in Rosemarie Schwarzwälders Galerie nächst St. Stephan gezeigt werden, nachforscht, stößt man sehr bald auf dieses Zitat: „A painting is always an image of a painting“. Etwas, das man bei der Betrachtung von Malerei oder auch wenn man selbst malt und sich gerade sehr verwurschtelt hat, leicht vergisst, was aber den Wahrnehmungshorizont (bzw. Aktionsradius) enorm erweitert.

Bei den gezeigten Bildern hat Walter Swennen diesen Satz jedenfalls beherzigt: seine Bilder wirken unmittelbar und experimentell, trotzdem bleiben sie substanzvoll – nichts also, das man so einfach aus der Hand schüttelt.„Tambula malembe“, der Ausstellungstitel, der sich mit „allons-y doucement“ übersetzen lässt, bezieht sich auf ein Lied des kongolesischen Musikers Vadio Mambenga, was Walter Swennen, der seine Anfänge als Dichter der Beatnik-Generation gemacht hat, wiederum mit „easy does it“, einem Stück von Lester Young, assoziiert.

Es geht hier um mehr als die Summe der einzelnen Teile – und trotzdem könnte ich mir eigentlich von jedem Bild gut, aber sehr hypothetisch, vorstellen, es alleingestellt in meinem Wohnzimmer hängen zu haben. (Vielleicht als Erinnerung an „A painting is always an image of a painting“ , vielleicht aber auch nur, weil sie mir gefallen.)




Julia Maurer






Informationen zum Veranstaltungsort:

Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder
Grünangergasse 1
1010 Wien





Bildlegende:
Header: Ausstellungsansicht
1: links: Amiral, 135 x 180 x 3,5cm, Öl auf Leinwand, 2018; rechts: King´s Fish, 40 x 50 x 2,5cm, Öl auf Leinwand, 2018
2: 14 Juillet, 40 x 50 x 2,5cm, Öl auf Leinwand, 2018
3: links: Pijp, 60 x 50 x 1,6cm, Öl auf Leinwand, 2017; rechts: T-disc, 50 x 60 x 1,8cm, Öl auf Leinwand, Vinyl, 2017
4: links: Cabriolet, 40 x 50 x 1,8cm, Öl auf Leinwand, 2017; rechts: Josette, 120 x 100 x 2,5cm, Öl auf Leinwand, 2018
5:  After Peintre Moke, 170 x 160 x 3,5cm, Öl auf Leinwand, 2018