Spitzmaus Mummy in a Coffin and other Treasures

Wes Anderson & Juman Malouf

 

Viel hat man über „Spitzmaus Mummy in a Coffin and other Treasures“ schon gelesen, und die meisten Reaktionen waren bestenfalls lau. Vor allem das Konzept wurde als zu wenig innovativ und als eher wahllose und beliebige Zusammenstellung kritisiert.

Mir persönlich, muss ich aber sagen, hat die Ausstellung sehr gut gefallen! Erstens ist sie mit den verschiedenfarbigen Räumen und vielen kleinen Vitrinen wunderschön und liebevoll (eigenartig, diesen Begriff in einem Kunstkontext zu verwenden...) gemacht. Die über 400 Ausstellungsstücke wurden in acht Räume sortiert, und weisen dann untereinander mehr oder weniger augenscheinliche Verbindungen und Zusammenhänge quer durch Epochen und Bedeutungen auf. (Dass alle acht Räume in einem Museumssaal untergebracht sind, macht den Besuch zu einem konzentrierten und fast intimen Erlebnis – beinahe so, als würde man durch ein drei-dimensionales Brainstorming-Notizbuch spazieren.) Allen Exponaten gemeinsam ist jedoch eine große Sinnlichkeit - und manchmal kommt auch der Wunsch, zu besitzen, oder das Begehren und die Unmöglichkeit, sich etwas einzuverleiben, eindeutig zum Ausdruck, wie zum Beispiel bei den fünf Bälgen männlicher Blaukappentangare (auch wenn diese wohl unter dem Deckmantel der Wissenschaft erjagt und ausgestopft worden sind).

Und wer jedenfalls das Bedürfnis hat, sich mit Schönheit bestrahlen und aufladen zu lassen, sollte sich ein Weilchen in dem grünen Raum (Nr. 2 – eben der mit den Tangaren) aufhalten.

 

Julia Maurer

 

 

 

 

Informationen zum Veranstaltungsort:

 

KHM
Maria-Theresien-Platz
1010 Wien

 

 

bis 13.1.

tägl. 10-18h

donnerstags bis 21h

 

ab 14.1.

Di-So 10-18h

donnerstags bis 21h

 

www.khm.at

 

 

 

Bildlegende:

Header: Detail Ausstellungsansicht 4 © KHM-Museumsverband

1,2,3,4: Ausstellungsansichten Spitzmaus Mummy in a Coffin and other Treasures © KHM-Museumsverband