07/05 – 22/06/19

Mathias Pöschl

 

Wie der Titel bereits sagt, hat am 7. Mai Mathias Pöschls Ausstellung „07/05 – 22/06/19“  in der Galerie Bechter Kastowsky begonnen. Und – ähnlich dem Namen – ist auch sie von einer strengen Neutralität geprägt. Denn während andere Künstler oft versuchen, ihre Werke mit Inhalt und Bedeutung äußerlich aufzuladen und zu befüllen, entleert sie Mathias Pöschl gewissermaßen. Die meisten seiner Arbeiten hängen nicht einmal an den „normalen“ Galeriewänden, sondern auf eigens angefertigten Verbauten. Ein einziges Fenster bleibt unverdeckt, und wird so in die Ausstellung integriert, in der es zu einem großen Teil um Raster geht: Die meisten Bilder bestehen aus einer Holzspanplatte, auf die eine dünne Schicht schwarzes Photokopierpaper aufkaschiert ist, das zuvor auf verschiedene Arten gefaltet wurde. An den Faltstellen hat sich das Pigment gelöst – mehrere Blätter aneinandergereiht ergeben ein Raster. Die Strukturen entstehen also im Material selbst, das somit nicht mehr einfach Träger oder Mittel zum Zweck ist, eine Bedeutung oder Inhalte zu transportieren, sondern diese erst durch seine spezifischen Eigenschaften entstehen lässt. Man kann bei Mathias Pöschls Arbeiten also durchaus von der „Poetik des Materials“ sprechen. Oder, um sich bei Marshall McLuhan anzulehnen, „the medium is the message“.

 

Julia Maurer

 

 

 

 

 

Informationen zum Veranstaltungsort:

 

bechter kastowsky galerie
Gluckgasse 3/ Mezzanin
1010 Wien

 

 

www.bechterkastowsky.com

 

 

 

 

 

Bildlegende:

Header, 1 – 5: Ausstellungsansichten Mathias Pöschl „07/05 – 22/06/19“ Galerie Bechter Kastowsky, Wien, 2019