Eduard Steinberg: From Moscow to Paris

Man könnte versucht sein, Eduard Steinberg (1937-2012) auf Grund seiner Malerei noch unter die Suprematisten und Konstruktivisten einzureihen. Achtet man jedoch auf seine Schaffenszeit ist dies nicht mehr möglich.

Zuerst war ich von der zeitlichen Nähe der letzten Bilder etwas überrascht und habe sie in weiterer Folge mehr mit einem zeitgenössischem als einem historischen Blick betrachtet- was ihnen keinen Abbruch tut, sondern vielmehr neue Aspekte öffnet und einem die Werke näher bringt.
Die Ausstellung bietet einen guten Überblick über alle seine Schaffensperioden. Sie zeigt wie sich Steinberg von der Abstraktion über eine offen religiöse und eher düstere Phase hin zu einem poetischen und hellen Suprematismus gemalt hat. Es wird deutlich, dass es ihm nie bloß um strenge Komposition ging, sondern dass seine Werke Symbole seiner Philosophie widerspiegeln.
Diese bleibt dem Betrachter schwer greifbar, da sie sich der Sprache entzieht. Dadurch werden sie aber auch nie starr oder dogmatisch werden.

Julia Maurer


Informationen zum Veranstaltungsort:

Städtische Galerie Prag/ Haus zur steinernen Glocke
Staromestské nám. 605/13
110 00 Praha 1-Staré Mesto

hen.ghmp.cz