Collage


Jirí Kolár, Jirí Kovanda, Dominik Lang, Katja Strunz, Sofie Thorsen, Jenni Tischer

Die Galerie Krobath zeigt in ihrer aktuellen Ausstellung verschiedene Herangehensweisen an die Technik der Collage von sechs der von ihr vertretenen KünstlerInnen.
Durch Fragmentierung und den Einbau von Fundstücken lässt die Collage ja generell spielerischere und offenere Arbeitsweisen zu.
Da sind einerseits Sofie Thorsens stark reduzierte, sehr architekturale Bilder, die sich mit japanischen Kimonos und ihren Falttechniken auseinander setzen, und die – schon wie eine Installation - im Raum ihre Fortsetzung finden.

Eklektischer hingegen fallen beispielsweise Jirí Kovandas Collagen aus, der in einer der gezeigten Serien vor allem alte Flyer vom Wiener Mumok verwendet, und daraus etwas eigenes entstehen lässt - eine Art von Aneignung, sozusagen.
Die dialogische Funktion der Collage repräsentiert besonders Dominik Lang: in seinem Werk setzt er sich mit der Arbeit seines Vaters, dem Bildhauer Jirí Lang, auseinander, der starb, als der Künstler noch ein Teenager war. In der Galerie gezeigt werden Skizzen des Vaters, die Dominik Lang mit Stücken von Stoff kontrastiert, überdeckt oder erweitert. Jirí Kolárs Arbeiten drehen sich wiederum hauptsächlich um Spiegelungen und Interferenzen.

Ein weites Spielfeld von großer Differenzierung also, das die Collagentechnik bietet – und das zeigt die Ausstellung in klaren und ausgereiften Positionen.



Julia Maurer





Informationen zum Veranstaltungsort:

Galerie Krobath
Eschenbachgasse 9
1010 Wien

www.galeriekrobath.at





Bildlegende:

Header: Sofie Thorsen
1,3,6: Ausstellungsansichten
2: Sofie Thorsen, Whose Sleeves?“, 2016, Collage/ Pigment und Inkjetprint auf Papier, 24 x 32cm
4: Dominik Lang
5: Jirí Kolár, links: ohne Titel (landscape with a rainbow), 1980/1990, Tempera auf einer Reproduktion, schwarzer Karton, 32 x 40cm; rechts: Pocta Sabine B. (Hommage à Sabine B.), 1980/1990, Siamiaca, Karton, 30 x 40cm